20
Jan

Wer sich ernsthaft Gedanken um die Neuanschaffung eines Smartphones macht, der wird über  iPhone 3Gs, HTC Touch HD2 und Google Nexus One stolpern.

Diese Geräte stellen zur Zeit die Spitze der Top-Smartphones dar. Dabei sind die Geräte in vielen Dingen sehr unterschiedlich, doch dazu später mehr.
Der Test ist in mehrere Abschnitte gegliedert und durchleuchtet die Praxistauglichkeit der einzelnen Geräte. Nach jedem Bereich werden wir eine Punktzahl zwischen 1 (schlechtester Wert) und 10 (bester Wert) vergeben.

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1. Verarbeitung

Um es kurz zu machen, alle drei Geräte sind sehr gut verarbeitet. Es knarzt nichts, es wackelt nichts. So und nicht anders sollte ein Smartphone verarbeitet sein.
Bis auf das iPhone wurden die Geräte (ja, auch das Google Nexus) vom Hersteller HTC angefertigt. HTC hat schon häufig bewiesen, dass sie ausgesprochen gute Geräte herstellen können.

Punkte:
iPhone 3Gs:                     10
HTC Touch HD2:           10
Google Nexus One:        10

2. Display

Was die Geräte gemeinsam haben: Sie bieten alle kapazitive Displays, die dazu auch kratzfest sind. Das Iphone 3Gs hat mit 3,5 Zoll das kleinste Display, und mit 480×320 Punkten auch die geringste Auflösung aller Geräte. Das Display ist trotz dieser Werte sehr gut. Es ist farbenfroh und auch bei Sonneneinstrahlung noch sehr gut ablesbar.

Im Gegensatz zum iPhone überragt das Display des HTC Touch HD2 fast die gesamte Gerätefront. Mit einer Größe von satten 4,3 Zoll stellt es alle verfügbaren Smartphones in den Schatten. Trotz der Größe des Displays hat es HTC geschafft, das Touch HD2 handlich zu machen. Das Gerät ist zwar das größte im Test, jedoch sind die Unterschiede nicht so gewaltig wie man meinen mag. Ausserdem ist das Touch HD2 sehr dünn. Mit einer Auflösung von 800×480 Punkten spielt es in der Oberliga. Was die Darstellungsqualität betrifft steht es aber den anderen Geräten nach. Die Farben wirken sehr blass, was auch mit der Einschränkung des verwendeten Betriebssystems (Windows Mobile 6.5) zu tun hat. Denn dies ist nur in er Lage 65k Farben darzustellen. Bei Sonnenlicht lässt es sich das Display zwar nicht so gut ablesen wie das iPhone 3Gs, jedoch ist es ausreichend.

Kommen wir zum Google Nexus One. Das Display bietet eine Diagonale von 3,7 Zoll und wie das HTC Touch HD2 eine Auflösung von 800×480 Punkten. Der wesentlich Unterscheid ist jedoch das hier verbaute AMOLED-Display. Dies besticht durch eine fantastische Farbdarstellung. Hier ist schwarz wirklich als solches zu erkennen. Legt man alle drei Geräte nebeneinander, so wird man dem Google Nexus One das beste Display bescheinigen. Die AMOLED Technik hat leider auch einen gravierenden Nachteil. Im Sonnenlicht ist das Display kaum bis sehr schwer abzulesen.

Punkte:
Google Nexus One:  9
HTC Touch HD2:    7
iPhone 3Gs:              5

3. Betriebssystem / Geschwindigkeit

Das iPhone 3Gs wird durch einen 600 MHz Prozessor angetrieben. Prozessor und iPhone OS sind optimal aufeinander abgestimmt. Das Blättern zwischen den einzelnen Seiten oder auch der Galerie ist butterweich. Das starten der Programme geht sehr schnell von statten. Man hat nie den Eindruck, dass sich das iPhone eine Gedenksekunde gönnt. Weiterhin unterstützt das iPhone Multitouch, eine Technik, die von Apple patentiert wurde. Hier ist es zum Beispiel möglich durch spreizen der Finger auf dem Display Bilder oder auch Webseiten zu vergrößern. Anders als bei der Konkurrenz bietet das iPhone OS jedoch keine Möglichkeit zur gleichzeitigen Ausführung mehrere Programme (Multitasking).

Beim HTC Touch HD2 kommt ein 1 GHz Prozessor zum Einsatz, der viel Dampf verspricht. Als Betriebssystem wird hier Windows Mobile 6.5 eingesetzt. Wer bereits ältere Geräte mit Windows Mobile benutzt hat wird hier ein neues Erlebnis haben. Genau wie beim iPhone ist auch hier das blättern innerhalb der Anwendungen geschmeidig. Auch das blättern in der Galerie steht dem Feeling vom iPhone in nichts nach. Leider wird hier Multitouch nicht so konsequent umgesetzt. Bei einigen Programmen funktioniert es, bei anderen wiederum nicht. Das Touch HD2 unterstützt Multitasking und auch bei vielen geöffneten Programmen ist das Gerät nicht in die Knie zu zwingen.

Auch das Google Nexus One setzt auf einen 1 GHz Prozessor der das Betriebssystem Android 2.1 antreibt. Erstaunlicherweise merkt man hier beim blättern durch die einzelnen Screens oder auch durch die Programmliste leichte Ruckler. Es stört nicht wirklich, ist jedoch unverständlich. Das blättern durch die Galerie ist dagegen wieder geschmeidig und auch das Öffnen der Programme ist rasend schnell. Um jedoch mit einem Vorurteil auszuräumen: Natürlich kann das Google Nexus One Multitouch, es muss aber von den Programmen unterstützt werden. Auch Multitasking ist unter Android kein Problem.

Wie sieht jedoch das Arbeiten in der Praxis aus?

iPhone OS (iPhone):
Das versteht jeder! Jedenfalls ist das die Aussage die man häufig hört. Dieser Aussage kann man sich auch zu 100% anschließen. Auf 5 Bildschirmen, zwischen den man wechseln kann, können die installierten Apps abgelegt werden. Die Einrichtung von Diensten wie Mail und Wifi geht leicht von der Hand. Es gibt nur einen Button am unteren Displayrand, der den Anwender egal wo er sich befindet, wieder auf die Startseite bringt. Wird ein App gesucht, das es noch nicht auf dem iPhone gibt, hilft der iTunes Store. Bequem über eine Anwendung im iPhone oder auch über iTunes auf dem Computer, kann man nach Apps suchen. Die Auswahl ist einfach gigantisch. Es stimmt, es gibt fast für alles eine App!
Die Kehrseite dieser Benutzerfreundlichkeit ist jedoch die mangelnde Möglichkeit das iPhone nach eigenem Geschmack anzupassen. Es ist nicht möglich die 5 Bildschirme nach eigenem Geschmack anzupassen und z.B. Widgets abzulegen.

Windows Mobile 6.5 (HTC Touch HD2)
Hier hat HTC mir der eigenen Sense-Oberfläche eine tolle Arbeit geleistet. Die Einrichtung ist sehr einfach und auch die Bedienung der Sense-Oberfläche ist einleuchtend. Über eine Leiste am unteren Bildschirmrand kann man zwischen den einzelnen Anwendungen wechseln. Hier bietet Sense Dinge wie Mail, Kontakte, Kalender, Galerie, Musik, Twitter etc. Somit sind die Anwendungen, die wohl für die meisten wichtig sind, in Sense integriert. Besonders hervorheben möchte ich, vor allem für Business User interessant, die perfekte Integration von Exchange.
Wie sieht es ausserhalb von Sense aus? Drückt man die Windows-Taste, erhält man einen Überblick über alle installierten Programme. Im Grunde wirkt alles aufgeräumt, jedoch sind manche Einstellung/Programme nur über mehrere Unterordner zu erreichen. Das muss man erst mal wissen. Microsoft Office gehört übrigens zum Lieferumfang, was auch wieder die Business User freuen wird. Windows Mobile lässt sich sehr frei den eigenen Bedürfnissen anpassen. Auch Sense kann deaktiviert werden um zum Beispiel durch eine andere Oberfläche ersetzt zu werden. Diese können z.B. wieder (SPB Mobile Shell) auch mit Widgets umgehen. Was ist aber mit weiteren Programmen? Hierzu gibt es den noch recht neuen Microsoft Marktplace und darin herrscht ziemliche Leere. Wer hier einen Vergleich zum iTunes Store sucht wird enttäuscht. Trotz dieser Tatsache können wir nur sagen, dass Windows Mobile deutlich schlechter gemacht wird als es ist.

Android 2.1 (Google Nexus One)
Android ist sicherlich das aufstrebende System der Gegenwart. Kaum ein Hersteller kann es sich in Zukunft erlauben kein Gerät mit Android auf dem Markt zu bringen. Die Einrichtung des Gerätes ist einfach und recht schnell gemacht. Für die Nutzung des Market (für Apps) ist jedoch zwingend ein Google Account notwendig. Es gibt auch hier 5 Bildschirme, die man aber nach belieben konfigurieren kann. Zum Beispiel kann man auf Bildschirm 1 seine Mails anzeigen, auf dem zweiten dann einen Kalender und wichtige Kontakte etc. Die Anordnung der Widgets auf dem Bildschirm lässt sich dann auch nach Vorlieben anpassen. Trotz dieser Flexibilität ist es unverständlich das es nicht einmal möglich ist, einen Exchange Kalender zu synchronisieren. Dazu braucht es dann wieder separater Apps. Hat man seinen Mailaccount aber bei Google, so funktioniert alles bestens. Um weitere Apps zu installieren gibt es das App “Market”. Hier finden sich bereits über 20000 Apps zur Auswahl, also mehr als genug, auch wenn es nicht an den iTunes Store ran reicht.

Punkte:
HTC Touch HD2:        7
Google Nexus One:    7
iPhone 3Gs:                 7

Telefonqualität:

Unter gleichen Bedingungen liefert das iPhone 3Gs den besten Empfang ab. Danach folgen gleichauf HTC Touch HD2 und Google Nexus One.
Der Gesprächspartner bestätigt bei allen Geräten eine gute Verständlichkeit. Am iPhone hört man den Gesprächspartner klar, jedoch wünscht man sich eine etwas höhere Lautstärke. Das HTC Touch HD2 ist zwar mehr als laut genug, jedoch klingt der Lautsprecher recht blechern. Das Google Nexus One bietet eine ausreichende Lautstärke und eine gute Qualität.

Punkte:
HTC Touch HD2:        6
Google Nexus One:     8
iPhone 3Gs:                  7

Lautsprecherqualität:

Es ist immer wieder aufs neue unbegreiflich, warum keine anständigen Lautsprecher (Referenz Motorola Milestone) verbaut werden. Das iPhone 3Gs ist auch auf max. Lautstärke zu leise, dies gilt ebenso für das Google Nexus One. Das HTC Touch HD2 ist zwar laut, klingt aber auch hier blechern.

Punkte:
HTC Touch HD2:        5
Google Nexus One:    5
iPhone 3Gs:                 5

Kamera:

Das iPhone 3Gs hat eine 3 MPixel Kamera ohne Blitz. Die Qualität ist für Schnappschüsse ausreichend.
Mit einer 5 MPixel Kamera wartet das HTC Touch HD2 auf. Die Qualität geht in Ordnung und der Dualblitz sorgt in geschlossenen Räumen noch für ansehnliche Fotos.
Beim Google Nexus One ist ebenfalls eine 5 MPixel verbaut, die mit einem einfachen Blitz kommt. Die Qualität ist recht gut, liegt nur wenig hinter dem Touch HD2.

Punkte:
HTC Touch HD2:        7
Google Nexus One:    6
iPhone 3Gs:                 4

Akkulaufzeit:

An einem normalen Arbeitstag mit 30 Minuten telefonieren, ein paar SMS, 30 Minuten im Internet surfen und Push Mail aktiv, machen alle fast zur gleichen Zeit schlapp.
Das sind dann ca. 2 Tage. Der Wert ist für Smartphones in dieser Kategorie in Ordnung.

Punkte:
HTC Touch HD2:        7
Google Nexus One:    7
iPhone 3Gs:                 7

Fazit:
Im direkten Vergleich entscheidet das Google Nexus One das Rennen knapp für sich. Jedoch ist die Nutzung der Endanwender immer unterschiedlich.
Das Google Nexus One ist der beste Allrounder. Man kann es individuell anpassen, es ist schnell und es gibt jede Menge Apps.
Für das HTC Touch HD2 spreche ich die Empfehlung für Business User aus. Mit perfekter Exchange Integration und Office an Bord.
Möchte man für alles eine App und/oder auch viel Spielen, dann führt kein Weg an das iPhone 3Gs vorbei.

Gesamt Punkte:
HTC Touch HD2:       49
Google Nexus One:   52
iPhone 3Gs:                  45


Category : Smartphones | Blog
15
Dez

Nachdem wir uns vor einiger Zeit ausführlich mit dem Motorola Milestone beschäftigt haben folgt nun der direkte Vergleich mit dem neuen, lange erwarteten Nokia N900.
Aus vielen Beiträgen und Anfragen weiss ich, dass die Kaufentscheidung zwischen diesen beiden Geräten sehr schwer fällt.

Ein Vergleich kann nur subjektiv sein, da das Nutzungsverhalten von Benutzer zu Benutzer unterschiedlich ausfällt. Die einen legen mehr Wert auf den Komfort des Browsers, die anderen auf die Klangqualität bei Musik etc.
Im Vergleichstest werde ich auf die wesentliche Dinge eingehen und dafür Punkte verteilen. Hierbei ist “1″ der schlechteste und “10″ der beste Wert.

Verarbeitung:
Beide Geräte sind absolut hochwertig verarbeitet und das fühlt man auch, sobald man sie in der Hand hält. Nichts wackelt oder knarzt. Auch ein Fall vom Tisch können beide Geräte ohne Probleme aushalten (bitte nicht absichtlich testen, ich übernehme keine Verantwortung). Die Slider sind sowohl beim N900 als auch beim Milestone sehr gut.
Es gibt jedoch einige Berichte von Milestone Nutzern, bei denen es auf der Rückseite des Sliders Kratzer gegeben hat. Ich kann das soweit bestätigen. An dieser Stelle ist jedenfalls bei mir von Werk aus eine Folie angebracht, so das es nicht weiter stört. Angeblich, laut Auskunft von Motorola, kann man die Folie aber entfernen. Aufgrund der evtl. entstehenden Kratzer würde ich jedoch davon abraten.

Punkte:
Motorola Milestone: 9
Nokia N900: 10

Tastatur:
Das Motorola Milestone ist das dünnste Smartphone mit Slider auf dem Markt. Kaum zu glauben, dass darunter eine Tastatur ist. Beim Nokia N900 lässt sich der Slider durch die Bauweise kaum verschweigen, es ist wesentlich dicker.

Schiebt man das Milestone auf wird einem schnell klar warum es so dünn ist. Die Tastatur ist sehr flach, erinnert ein wenig an eine Folientastatur. Die Tasten liegen sehr eng zusammen und recht befindet sich ein üppiges Steuerkreuz. Das blinde tippen fällt auf der Tastatur schwer, auch wenn der Druckpunkt für mein Empfinden gut definiert ist. Umlaute können auf der Tastatur nicht direkt erreicht werden, ausserdem fehlt eine separate Reihe mit den Zahlen.
Die Tastatur des N900 hingegen ist gewölbter und etwas größer. Auch wenn die Tasten genau wie beim Milestone eng aneinander liegen, ist das Tippen wesentlich bequemer auf dieser Tastatur. Weiterhin sind Umlaute ohne Umwege zu erreichen, für mich persönlich sehr gut. Die Leertaste ist hingegen etwas eigenartig platziert, diese sitzt nicht in der Mitte sondern rechts. Wenn man sich daran gewöhnt hat sind keine Schwierigkeiten zu erwarten. Ein Steuerkreuz gibt es nicht, lediglich zwei Tasten für links bzw. rechts. Wie schon beim Milestone gibt es auch hier keine separaten Tasten für Zahlen.

Punkte:
Motorola Milestone: 4
Nokia N900: 8

Display:
Die Displayauflösung des Motorola Milestone beträgt 854×480 Punkte. Auf dem riesigen 3,7 Zoll Display macht dies einen fantastischen Eindruck. Die Darstellung ist extrem scharf und farbenfroh. Das Milestone verfügt über einen kapazitiven Touchscreen, der bereits bei leichter Berührung mit dem Finger reagiert.
Das Nokia N900 besitzt ein 3,5 Zoll Display mit einer Auflösung von 800×480 Punkten. Im Vergleich zum Milestone tut sich im Bezug auf Schärfe und Farbdarstellung nichts. Ich empfinde beide für gleichwertig. Im Gegensatz zum Milestone hat das N900 einen resistiven Touchscreen. Dieser lässt sich aber durchaus angenehm mit den Fingern bedienen, auch wenn ein Stylus zum N900 mitgeliefert wird.

Punkte:
Motorola Milestone: 10
Nokia N900: 8

Gesprächsqualität:
Der Gesprächspartner ist beim Motorola Milestone ausgezeichnet zu verstehen. Die Gegenseite bestätigt eine gute, verständliche Sprachqualität. Der Lautsprecher des Milestone ist sehr laut, so das eine Verständigung auch beim freisprechen ohne Probleme möglich ist. Beim Nokia N900 bietet eine ausgezeichnete Sprachqualität, sowohl beim Endgerät als auch beim Gesprächspartner. Die Lautsprecher (es sind zwei, stereo) klingen sehr gut, wenn auch nicht ganz so laut wie beim Milestone.

Punkte:
Motorola Milestone: 9
Nokia N900: 9

Qualität als MP3-Player:
Getestet wurden beide Geräte sowohl mit den mitgelieferten, als auch mit iPhone in Ear Kopfhörer. Das Nokia N900 überraschte mich hier sehr. Es überzeugt sowohl mit den mitgelieferten, als auch dem iPhone Kopfhörer. Kräftige Bässe, kristallklarer Klang, das ist absolute Spitze. An dieser Stelle möchte ich einen Vergleich zum iPhone ziehen, da es der Klassenprimus ist. Das N900 klingt auf keinen Fall schlechter, für meinen Geschmack sogar besser.
Das Motorola Milestone fällt an dieser Stelle deutlich zurück. Mit dem iPhone Kopfhörer ist der Klang trotz allem recht gut. Für jemanden der nur ab und zu Musik hört ist das in Ordnung.

Punkte:
Motorola Milestone: 5
Nokia N900: 10

Kamera:
Sowohl das Motorola Milestone als auch das Nokia N900 besitzen eine 5 Megapixel Kamera mit Dual-Blitz. Die Linse beim N900 wird zusätzlich durch einen kleinen Schieber geschützt. Das 5 Megapixel nicht gleich 5 Megapixel sind wissen wir alle und genau das kann man auch anhand der beiden Testfotos erkennen. Das Milestone macht ziemlich verwaschene, dunkle Aufnahmen. Das reicht wirklich nur für Schnappschüsse, die nicht mehr weiterverwendet werden sollen. Das N900 macht hier die bessere Figur. Die Bilder sind scharf und die Farben kräftig.
Das erste Bild stammt vom Milestone, das zweite vom N900.

Punkte:
Motorola Milestone: 4
Nokia N900: 9

Betriebssystem:
Hier setzt das Motorola Milestone auf Android 2.0 und das zur Zeit als einziges Gerät. Das System ist ausgereift und stabil, es gibt mittlerweile unzählige (über 10000) Programme für alle möglichen Anwendungen. Die Oberfläche lässt sich komplett personalisieren (Widgets). Beim wechseln zwischen den einzelnen Bildschirmen kann man ein leichtes ruckeln verspüren. Dies soll aber mit Android 2.0.1 auch der Vergangenheit angehören. Android unterstützt Multitasking, die Verwaltung der laufenden Programme ist aber meiner meiner nach recht umständlich.
Das Nokia N900 setzt auf MAEMO 5, welches auf Linux basiert (Android übrigens auch). MAEMO selber gibt es in älteren Versionen schon einige Jahre und ist daher auch absolut stabil. Das wechseln zwischen den Bildschirmen ist absolut flüssig, auch 30 gleichzeitig laufende Programme zwingen das N900 nicht in die Knie. Laufende Programme werden in einer Miniaturansicht gezeigt und können bequem angewählt bzw. beendet werden. Auch MAEMO 5 unterstützt das personalisieren der Oberfläche mit Widgets. Großes Manko ist zur Zeit noch die mangelnde Verfügbarkeit von Programmen (ca. 100).

Punkte:
Motorola Milestone: 9
Nokia N900: 7

Akku:
Hier trifft man im Internet bei beiden Geräten immer wieder auf die unterschiedlichsten Zahlen. Bei meinem Test habe ich bei gleichermaßen verwendet. 9 Stunden Exchange-Push am Tag aktiv, 1 Stunde MP3, 1 Stunde surfen, 1 Stunde spielen. Keine Programme im Hintergrund.
Das Motorola Milestone hielt dabei 2 Tage durch, das Nokia N900 gut 3 Tage. Ich finde beide Werte für solche Geräte absolut in Ordnung.

Punkte:
Motorola Milestone: 6
Nokia N900: 8

Besonderheiten:
Statt der Aufstellung aller technischen Daten, die man zu tausenden im Internet findet, gehe ich kurz auf die Besonderheiten der beiden Geräte ein.
Das Motorola Milestone unterstützt wie z.B. auch das iPhone, Multitouch. Im Browser, wie auch bei Bildern kann man mit Gesten die Darstellung ganz einfach vergrößern und verkleinern. Google bietet, offiziell im Augenblick nur in den USA, ein hauseigenes Navigationsprogramm an. Mittlerweile sind im Internet auch Anleitungen verfügbar, wie man Google Navigation auch in Deutschland nutzen kann. Die Software ist kostenlos, benötigt aber eine permanente Internet Verbindung.
Das Nokia N900 besitzt einen FM-Empfänger und einen sehr üppigen Speicher von 32GB, der mittels Speicherkarte bis auf 64GB erweitert werden kann. Der Browser des N900 ist im Augenblick das beste was man bekommen kann. Schnell, flüssig und sogar mit voller Flash-Unterstützung kann dieser trumpfen.

Fazit:
Ich möchte, trotz der scheinbar eindeutigen Punktzahl, keine Empfehlung für eines der Geräte aussprechen. Beide Geräte sind absolut empfehlenswert und es liegt am jeweiligen Nutzer, welche Features die wichtigen sind.

Punkte:

Motorola Milestone: 56
Nokia N900: 69

Wenn Fragen aufgekommen sind, dann schreibt einfach. Ich werde so schnell wie möglich antworten.

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